Smartphone, Games, Social Media, KI — unsere Kinder wachsen in einer Welt auf, für die es keine über Generationen erprobten Erziehungsregeln gibt. In meinem Buch „Die Kunst, im Chaos zu erziehen" habe ich deshalb versucht, das aufzuschreiben, was sich in meiner eigenen Familie und im Training mit Kindern als tragfähig erwiesen hat: zehn klare Leitsätze für den digitalen Alltag.
Die goldene Regel darüber steht schon in jeder Kultur: Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden möchtest. Das gilt online genauso wie offline — vielleicht sogar mehr, weil im Digitalen die Konsequenzen des eigenen Handelns oft unsichtbar bleiben.
1. Du sollst die Technik nutzen — aber ihr nicht dienen.
2. Du sollst Wahrheit von Täuschung unterscheiden.
3. Du sollst Zeiten der Ruhe bewahren.
4. Ehre deine Eltern — und Eltern, seid Vorbilder.
5. Du sollst niemandem die Lebensfreude rauben.
6. Bewahre echte Beziehungen.
7. Du sollst keine Zeit stehlen.
8. Du sollst ehrlich sein.
9. Vergleiche dich nicht ständig mit anderen.
10. Vergiss nie, Mensch zu sein.
Keiner dieser Sätze ist ein Verbot. Es sind Leitplanken — für Kinder genauso wie für Eltern, die selbst am Handy hängen, während sie von ihren Kindern mehr Disziplin verlangen. Wer diese zehn Punkte im Familienalltag lebt, statt sie nur auszusprechen, macht seine Kinder stark für eine Welt, die sich schneller verändert, als jede Regel von gestern es erlauben würde.
Mehr dazu — und die konkrete Umsetzung im Alltag — im Buch „Die Kunst, im Chaos zu erziehen".